Das richtige Equipment
Bevor du dich Kopf über Hals in den Equipment-Kauf stürzt, hier ein Paar Tipps und Anmerkungen.
Wenn du ganz genau weißt, was du willst, kannst du dir dein Equipment maßgeschneidert zulegen, das beste wo gibt.
Was soll es sein?
Möchtest du beispielsweise in erster Linie das Mixen lernen, um später auch in Clubs aufzulegen, solltest du im Umgang mit den Technics SL-1200/1210 vertraut sein, da nahezu alle Clubs und Diskotheken in Deutschland mit diesen Tellern bestückt sind – zum Teil mit 10 Jahre alten oder noch älteren Technics-Modellen Anm. der Red.: Laufen dennoch wie neue, Technics halt.
Wenn du aber mehr in Richtung DJing gehen möchtest, Beatjugglen und Scratchen lieber magst als Mixen, kann ich dir die PDX-Serie ab 2000 von Vestax ans Herz legen, mit denen man übrigens auch mixen kann.
Mit den Vestax im Halfter und den richtigen Systemen im Lauf steht einem ordentlichen Vinyl-Massaker nichts mehr im Wege, wohingegen die Technics-Geräte viel Übung voraussetzen, um überhaupt halbwegs brauchbare Scratches zustande zu bringen.
Was du auf jeden Fall meiden solltest
Billigen Plunder und No-Name-Produkte, diese so genannten „DJ-Teller“ für 150 bis 300 Euro.
Spätestens dann, wenn du anfängst, auf diesen „Plattentellern“ zu scratchen, geht das, was du an den Tellern sparen wolltest, für Ersatznadeln und -platten drauf. Deine geliebten Platten übrigens auch!
Das liegt mitunter daran, dass die Tonarme dieser Billigprodukte sehr schlecht bis meiner Meinung nach gar nicht justiert sind, was wiederum dazu führt, dass der Tonabnehmer falsch in der Rille liegt.
Hier mal Zwei Bilder zur Veranschaulichung:
- Falsch So sollte es nicht sein
-
- Richtig Dies wäre der Idealfall
-
Wie auf dem ersten Bild unschwer zu erkennen ist, wird bei einem falsch justierten Tonarm sowohl das Vinyl als auch der Tonabnehmer an nur zwei Stellen abgenutzt. Dadurch erhöht sich der Verschleiß an beiden erheblich.
Dazu kommt, dass mit einem solch schlecht justierten Tonarm die Scratch-Qualität des Tellers direkt im Keller ist. Die Nadel liegt sehr unruhig auf der Platte und beim Zurückziehen selbiger verkantet sich die Nadel in der Rille und springt. Im schlimmsten Fall haut es dir eine nigelnagelneue Rille in die Platte.
Spätestens nach dem dritten gescheiterten Versuch, der Vinyl einen Scratch zu entlocken, drückt man den Power-Knopf und tut, was man sonst so tut (ich zumindest)
.
Wie kann ich das verhindern?
Gute Plattenteller wie die der Technics- oder Vestax-Serie bekommt man heutzutage, je nach Suchaufwand, schon für weit unter 500 Euro. Das ist ein vergleichsweise geringer Aufpreis gegenüber dem No-Name-Billig-Krempel, der sich aber definitiv lohnt.
Meine Erfahrungen mit No-Name-Billig-Krempel
Meine ersten Teller waren jene oben beschriebenen Billigprodukte. Viele meiner Lieblingsscheiben aus dieser Zeit sind heute unhörbar. Teilweise habe ich Alben, auf denen nicht mal mehr ein Lied intakt ist.
So 'ne Scheiße!
Fragen oder Anregungen zum Thema Equipment kannst du im Forum los werden.
Weitere Artikel zum Thema Equipment
echo '<code>'; var_dump($Kommentare); echo '</code>'; array(☺) { string(№) „eine meine keine da“ }