Mixen / Beatmatching Grundlagen
Das Mixen ist an und für sich mit das Einfachste, was das DJing angeht. Ob am Ende ein geiler Mix hinten herauskommt, ist eine andere Geschichte.
In diesem Kapitel geht es um die technische Umsetzung eines Mixes. Was du am Ende daraus machst und zusammenrührst, musst letztendlich du bzw. dein Geschmack entscheiden.
Zwei Varianten eines Mixes
Generell unterscheidet man zwischen zwei Arten von Mixen. Da gibt es einmal die lang gezogene Version, wie sie bei House und Techno Music vorzufinden ist, und es gibt den Cut Mix, der überwiegend in Black-Music-Mixen vorzufinden ist.
Wichtige Vorraussetzung für einen Mix-DJ ist ein Gefühl für Musik, ein Gehör für die Struktur von Liedern.
Die allgemeine Strukturierung von Musik, Intro/Outro, 8/16/32/64 Takte, Refrain, Text-Part und was Breaks sind, sollte einem guten DJ geläufig sein.
Falls du nicht das Glück hattest, in der Schule etwas über Takte und Musik zu lernen und überhaupt keine Ahnung von beispielsweise Takten hast, solltest du das spätestens jetzt nachholen.
Der langgezogene Mix
Ein langgezogener Mix, wie beispielsweise bei House Music, erfordert vor allem präzises Beatmatching, da so ein Mix mitunter bis zu einer Minute und länger dauern kann.
Der Vorteil, den man beim House/Techno Mix hat, ist, dass diese Lieder für das Mixen nahezu ausgelegt sind. In der Regel haben House/Techno-Stücke einen Intro- und einen Outro-Part, der sich meistens über eine Minute streckt. In dieser Zeit kann man den Übergang vom einen zum nächsten Lied ganz langsam und für den ungeschulten Hörer nicht nachvollziehbar über die Bühne bringen.
Ein weiterer Vorteil, den House/Techno-Mixer genießen, ist, dass diese Lieder in der Regel fünf Minuten und länger sind. Genug Zeit also, die Lieder aneinander anzupassen (im Idealfall sollte das Taktangleichen innerhalb einer Minute erledigt sein).
Ein weiterer Vorteil, der das Mixen von House Music erleichtert, sind die Breaks, die mitten in den Liedern vorkommen.
Ein Bild zur Verdeutlichung:
Jetzt fragst du dich sicherlich, worin der Vorteil dieser Breaks besteht. Ganz einfach: Nach dem letzten Break eines House-Stückes ist der Punkt, an dem du das nächste zu spielende Stück ansetzt. Bei fast 80 Prozent aller House-Stücke passt dieser Punkt für den idealen Mix.
Um den Einsatz nach dem Break nicht zu verpassen, gibt es einen ganz einfachen Trick. Das Lied, das als nächstes in den Mix kommt, lässt du einfach vier Taktschläge laufen, der fünfte Taktschlag ist dann dein Einstiegspunkt zum Mix.
Ein Bild zur Verdeutlichung:
Der Cut Mix
Vor allem Black-Music-DJs müssen sehr oft auf diese Technik zurückgreifen, da Black Music in der Regel keinen richtigen Intro-Part, und eher selten einen Outro-Part hat, wobei das Outro nicht einmal so wichtig ist. Selten findet man DJs, die Lieder bis zum Ende auslaufen lassen (wäre auch unter aller Sau so etwas zutun! :)
Von der Theorie her der einfachste, von der Praxis her allerdings ein bisschen schwieriger, als es den Anschein hat.
Der Cut Mix ist ein kurzer, oft mit einem kurzen Scratch angekündigter Übergang, der vor allem gutes Timing und sauberes Ansetzen des nächsten zu spielenden Stückes erfordert.
Das Schwierige an einem Cut Mix ist vor allem das saubere Ansetzen des zum Übergang vorgesehenen Liedes. Genau da passieren die meisten Unfälle.
Wie und wo man das nächste zu spielende Stück ansetzt, ist Geschmackssache bzw. deinen Fertigkeiten entsprechend unterschiedlich.
Zwei Bilder zur Verdeutlichung:
Die jeweils roten Striche auf den Bildern stellen die Snare dar, die am Ende jedes Taktes schlägt, die schwarzen die Hi-Hat.
In Beispiel 1 wird der Mix auf die einfachste Art umgesetzt: Das neu zu spielende Lied wird auf den ersten Schlag nach dem letzten Takt der Melodie Wenn wir jetzt davon ausgehen, das die Melodie nur Vier Takte lang ist, was aber eher selten vorkommt angehängt.
Variante 2 ist etwas schwieriger bzw. erfordert ein wenig übung. Hier wird mit den Snares der Lieder gearbeitet, was aber mit Worten kaum zu erklären ist.
Auf dem folgenden Video zeige ich einige Varianten der verschiedenen Möglichkeiten, wie und wo überall man die Platte reinmixen kann.
Die Melodie auf folgendem Video spielt ohne Unterbrechung, während ich den Beat immer wieder unterbreche und neu ansetze. Mal mit der Drum (Bassschlag), mal mit der Snare.
Fragen oder Anregungen zum Thema Mixen kannst du im Forum los werden.
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ich hätte da eine frage betreffend des einstiegspunktes von psytrance. kann man da auch den letzten break nehmen wie bei der house musik? ich habe schon auf vielen mixes gehört, dass die dj's den zweitletzen nemen und dann beim letzten den basswechsel machen und den fader von deck a runterziehen.
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@gutes tut
an sich kann man bei jedem Track zu jeder Zeit einsteigen, sofern man das Prinzip (Takte bzw. Arrangement) verstanden hat.
Kannst du 2 Lieder als Bsp. nennen, oder besser auf youtube verlinken, dann könnte ich das auf diese Tracks bezogen besser erklären?
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Hi ich bräuchte mal deine Hilfe. Hatte vor nen paar Jahren das mixen mit mk 2 gelernt... Kam auch ganz gut klar. Habe jetzt allerdings 5 Jahre nix gemacht, will aber wieder anfangen. Da ich damals leider alles abgegeben habe frage ich mich jetzt ob ich direkt mit den cd/ bzw mp3 anfangen soll. Hab da die Pioneer cdj 400 im Kopf. Ist es denn was komplett anderes mit den zu spielen.... Bin total lange raus und bräuchte dringend nen Tipp.... Spiel wenn so richtung House / Funk Vielen lieben dank Sandra
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@ Sandra! Du kannst das beste aus beiden Welten wählen SaratoScratch oder Traktor Scratch! Die benutzen beide Time Code Vinyl! Das bedeutet Du nu tzt MP3, aber mit Vinyl Feeling!
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@sandy
Ich kann mich nielzito nur anschliessen, Rane Serato oder Final Scratch, da es, von den Paar gesparten €uro mal abgesehen, keine nennenswerten Gründe gibt, sich ein Digitaldeck zuzulegen.
Vor kurzem hat sich ein guter Freund von mir die Vestax VCI-300 zugelegt, was ja in etwa das selbe ist, und mir ist nach nur 4 Minuten der Spass vergangen, an den dingern zu stehen. Das schöne an Tellern ist ja auch, dass du dir deine Lieblingssongs auf Vinyl zulegen kannst, was ja noch mal eine ganz andere Welt ist, als MP3s zu sammeln.
Geile Party!